Wirtschaftsministerin kritisiert Ökostromförderung für private Solaranlagen

„Neue, kleine PV-Anlagen rechnen sich schon heute im Markt und bedürften keiner Förderung“, sagte die CDU-Politikerin im Interview mit der „Augsburger Allgemeinen“. An der Einspeisevergütung für bestehende Photovoltaikanlagen will Reiche aber nichts ändern: „Die Hauseigentümer haben für ihre Anlagen Bestandsschutz.“
Focus online 9.8.2025Die Ministerin rüttelt mit ihrem Vorstoß an einem zentralen Instrument der Energiewende. Wer Solarstrom auf seinem Dach erzeugt und diesen in das Netz leitet, erhält einen festen Betrag pro Kilowattstunde. Dieser wird für 20 Jahre gewährt. Der Staat will damit den Ausbau grüner Stromquellen anreizen. Das gilt nicht nur für Sonnenstrom, sondern auch für die Windkraft und Biogasanlagen. Wer derzeit neue Solarmodule auf seinem Dach anschließt, bekommt dafür 7,86 Cent je Kilowattstunde Strom, die in das Netz geht. Der Wert gilt für die klassische Dachanlage mit einer Spitzenleistung von 10 Kilowatt.
PV-Anlagen sollen mit Stromspeichern steuerbar sein
Reiche kündigte in dem Interview außerdem weitere Auflagen an, auf die sich Betreiber von Windrädern und Solaranlagen künftig einstellen müssen – große wie kleine. „Wind an Land und Solaranlagen müssen sich in Zukunft stärker an den Kosten des Netzausbaus beteiligen“, betonte die 52-Jährige. Außerdem verlangt sie, dass die Anlagen ihren Strom intelligent einspeisen müssten. Deshalb sollen PV-Anlagen mit Stromspeichern verbunden und steuerbar sein, am Markt teilnehmen und ihren Strom vermarkten. Viele der kleinen Dachanlagen senden ihren Strom bislang unkontrolliert in das Netz und setzen es damit unter Druck.
Die Wirtschaftsministerin hält es nicht mehr für zeitgemäß, dass Betreiber Anlagen errichten, ohne auf das Stromnetz Rücksicht zu nehmen. „All das macht unser Stromsystem unnötig teurer. Das will ich ändern“, erklärte sie. Reiche will auch an die Einspeisevergütung ran, die den Betreibern gezahlt wird, wenn ihre Anlagen aus Schutz vor Netzüberlastung abgeriegelt werden (Redispatch). Diese Regelung habe zu lange gegolten. In Deutschland stammen mittlerweile bis zu 60 Prozent des Stroms aus grünen Quellen.
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